Ethnologische Sammlung soll digitalisiert werden

Von Moderation am 09.01.2017

Bevor im Jahr 2012 das Zentrale Kunstdepot fertiggestellt war, wurden zahlreiche Kunstgegenstände aus der Sammlung der Städtischen Museen an verschiedenen Orten unter oft unzureichenden Bedingungen gelagert. Viele der Objekte blieben zu ihrem Schutz jahrzehntelang verpackt.

Vor allem die Ethnologische Sammlung mit ihren über 20.000 Objekten ist bisher nur ansatzweise aufgearbeitet, über 90 Prozent davon sind noch in Transportkartons aufbewahrt. Mit dieser Sammlung kann deshalb momentan nur sehr eingeschränkt gearbeitet werden. Um diese Gegenstände sichten und dabei gleich in die digitale Datenbank einpflegen zu können, brauchen die Museen zusätzliche Mittel in Höhe von 50000 Euro pro Haushaltsjahr.

Weitere Infos in Vorlage G-16/273

Kommentare (11)

RK

06.02.2017 18:52

Wenn schon die Sammlung in Depots verschwindet, sollte sie zumindest digital verfügbar sein.
So könnten einzelne Exponate zumindest in externe Ausstellungen eingebunden werden.
Und vielleicht kommen auch mal wieder Zeiten, wo der Kultur in Freiburg mehr Bedeutung beigemessen wird und die ethnologische Sammlung zu neuem "realem" Leben erweckt wird. Viele Bürger wünschen das.

Soraya

05.02.2017 23:51

Vielleicht können darüber auch Ausstellungen in Freiburg geschaffen werden, die zu einem kulturellen Anziehungspunkt werden. Davon profitiert wiederum die Stadt.

GÜL

05.02.2017 16:19

Vermutlich nicht wissend, hat die Politik das Freiburger Ethnologische Museum beerdigt. Die Schätze des Museums müssen bearbeitet und gesichert werden. Bürger hoffen auf eine Wiedereröffnung des Museums.

U.H.

31.01.2017 09:10

Dieses Projekt hat Bedeutung weit über Freiburg hinaus. Mit der Digitalisierung wird die Sammlung auch zugänglich für Kulturprojekte und Museen in den Ursprungsländern der Objekte. So können alte traditionelle Techniken, Muster und Formen anschaulich und lebendig gemacht werden, auch wenn vor Ort nur wenig Material aus früheren Zeiten überlebt hat.

Ann

30.01.2017 22:36

Es ist tatsächlich sehr bedauerlich, dass die Sammlung nun schon seit so langer Zeit aus der Öffentlichkeit verschwunden ist!

Sophia

25.01.2017 14:52

Die Digitalisierung der Ethnologischen Sammlung ist besonders wichtig in Hinblick auf den Erhalt und die Versorgung der Objekte, die die Geschichte vieler Menschen und die Geschichte der Freiburger Forschung und Sammlung wiederspiegelt. Damit kann die digitale Erfassung der Daten ungemein wichtig sein in Bezug auf die Provenienzforschung, Ausstellungsprojekte in Freiburg und im Austausch mit anderen Museen und in Bezug auf die Einsicht eines breiten Publikums unabhängig des Wohnortes in die ethnologische Forschungstätigkeit (des MNM). Die Digitalisierung wäre somit ein wichtiger Schritt für das MNM in FR, das mit dem neuen Kunstdepot die über die besten Voraussetzungen für die Pflege der Objekte verfügt, diese bestmöglichst zu überblicken, und diesen Überblick für eine zeitgenössische Ausstellungstätigkeit in Zusammenarbeit mit verschiedenen Museen und verschiedenen Kulturen zu ermöglichen. In Bezug auf das Projekt der Digitalisierung dürfen nicht nur an die Vorteile für die museale Landschaft der Stadt Freiburg gedacht werden, sondern an all die Menschen, die aufgrund von Heimat, Familienbanden, (Forschungs-)Interesse und vielen weiteren persönlichen Gründen von einem Einblick in die Sammlung profitieren könnten. Viele Menschen umsorgen die Sammlung bereits im Rahmen ehrenamtlichen Engagements. Es wäre schön, wenn diese Bemühungen nicht ungesehen bleiben und wenn der Zugang zu den umsorgten Objekten über die 'virtuelle Ausstellungsform' einem Gros der Menschheit ermöglicht wird. Dadurch würde Raum für einen Dialog geschaffen werden, der neue Erkenntnisse zu und Umgänge mit den Objekten mit sich bringen kann.

Volker

23.01.2017 20:07

Es ist ein Jammer, dass die Ethnologische Sammlung aus der Öffentlichkeit verschwunden ist. Wenigstens sollte sie für den Moment auf digitalem Weg erschlossen werden.

Schneeschuh

23.01.2017 14:10

Unbedingt! Das Museum Natur und Mensch / Ethnologische Sammlung leisten großartige Arbeit, damit das auch so bleiben kann, ist es wichtig, ausreichend Mittel zur Verfügung zu stellen. Die Digitalisierung der Sammlung ist die Grundlage für die Arbeit mit und an den Objekten. Die Stadt darf in einer Zeit, in der Kulturvermittlung eine so wichtige Rolle spielt, nicht am falschen Ende sparen.
Das Erfassen des Bestandes in die Hände von Freiwilligen und (unbezahlten) Praktikant*innen zu legen, ist für mich eine nich haltbare, nicht nachhaltige Notlösung.

Verena

19.01.2017 19:01

Die Sammlung wieder zugänglich machen fände ich schön. Teile könnte man doch im neuen Rathaus in Vitrinen ausstellen, statt Geld für Kunst am Bau auszugeben. Es würden sich Freiwillige finden die bei der Bestandsaufnahme helfen.

Sophia

19.01.2017 12:50

Wer Lust hat etwas mehr über die Hintergründe zu lesen kann dies über http://www.museon.uni-freiburg.de/de/sammlungsbestaende-aus-ozeanien-digitalisieren/ tun. museOn | weiterbildung & netzwerk findet diesen Vorschlag hervorragend und wünscht den Mitarbeiter_innen der Ethnologischen Sammlung dann viel Erfolg!